Stromvertrag kündigen: Vorlage, Frist & Anleitung
Ob Umzug, Preiserhöhung oder besserer Tarif — so kündigst du deinen Stromvertrag korrekt und fristgerecht.
Welche Kündigungsfrist gilt beim Stromvertrag?
Seit der Reform des Verbrauchervertragsrechts gilt: Laufzeitverträge dürfen eine Mindestlaufzeit von maximal 24 Monaten haben. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat. Nach Ablauf der Erstlaufzeit verlängert sich der Vertrag nur noch monatlich kündbar — eine automatische Verlängerung um ein ganzes Jahr ist nicht mehr zulässig.
In der Grundversorgung kannst du sogar mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.
Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung
Erhöht dein Anbieter den Preis, hast du ein Sonderkündigungsrecht. Du kannst dann zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung kündigen — unabhängig von der eigentlichen Laufzeit. Der Anbieter muss dich über die Erhöhung rechtzeitig informieren.
So kündigst du Schritt für Schritt
- Kündigungsfrist und Vertragsende prüfen (steht im Vertrag oder auf der Jahresrechnung).
- Kündigung schriftlich verfassen — am besten mit Bestätigung anfordern.
- Per Post (Einschreiben) oder über das Kundenportal senden.
- Bestätigung aufbewahren.
Kostenlose Musterkündigung
Kopiere diese Vorlage und ergänze deine Daten:
- [Dein Name, Adresse]
- [Anbieter, Adresse]
- Betreff: Kündigung meines Stromvertrags, Kundennummer [XXX]
- „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich meinen Stromliefervertrag mit der Kundennummer [XXX] ordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung sowie das Vertragsende schriftlich. Mit freundlichen Grüßen, [Name]"
Kündigen oder direkt wechseln?
Ein wichtiger Tipp: Wenn du sowieso zu einem günstigeren Anbieter willst, musst du nicht selbst kündigen. Schließt du online einen neuen Stromvertrag ab, übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten Versorger automatisch. So vermeidest du eine Versorgungslücke. Nur wenn du in die Grundversorgung zurück willst oder umziehst, kündigst du selbst. Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieter wechseln.
Häufige Fehler beim Kündigen
- Frist knapp verpasst: Lieber ein paar Tage früher kündigen – maßgeblich ist der Eingang beim Anbieter, nicht das Absende-Datum.
- Keine Bestätigung angefordert: Ohne schriftliche Bestätigung hast du im Streitfall keinen Nachweis.
- Versorgungslücke: Erst neuen Vertrag sichern, dann wechseln (oder den neuen Anbieter kündigen lassen).
- Falscher Empfänger: Kündigung an die im Vertrag genannte Adresse senden, nicht an eine allgemeine Service-Adresse.
Nie wieder eine Kündigungsfrist verpassen
VertragsHeld scannt deinen Stromvertrag per Foto, erkennt die Kündigungsfrist automatisch und erinnert dich rechtzeitig. Die Kündigung erstellst du mit einem Klick.
Kostenlos starten →Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.